Hünengräber in Drenthe

In den Niederlanden gibt es mehr als 60.00 Denkmäler. Schöne Kirchen, Klöster, Museen, alte Fabriken und Wohnhäuser stehen auf der nationalen Denkmalliste und können verteilt über das ganze Land bewundert werden. Doch wussten Sie, dass die ältesten Denkmäler in der grünen Provinz Drenthe zu finden sind? Es handelt sich hierbei um 52 Hünengräber, die hauptsächlich im Drenthe erhalten geblieben sind. Wenn Sie Ihren Urlaub im Villapark De Hondsrug verbringen, sollten Sie sich diese Jahrtausende alten Grabstätten unbedingt ansehen.

Woher kommen die Hünengräber?

Vor etwa 150.00 Jahren gab es eine strenge Eiszeit in den Niederlanden. Von Nordosten her wurde das Land bis zur Stadt Utrecht unter riesigen Gletschern begraben. Diese Gletscher führten auch eine dicke Schicht Lehm und Steine mit sich. Als das Eis schmolz, blieben diese Steine auf niederländischem Boden zurück. Die meisten dieser Felsbrocken – manche sind mehr als 40.000 Kilo schwer – blieben in Drenthe liegen.

Wer hat die Hünengräber aufgebaut?

In der neuen Steinzeit, etwa 3000 Jahre vor Christus, lebte ein Volk in Drenthe, das Trichterbechervolk genannt wird. Dieses Volk lebte zuerst als Nomaden und Jäger und ließ sich später dann als Bauernvolk nieder. Der Name Trichterbechervolk erhielten sie durch die Entdeckung von Tontöpfen in Form eines Trichters, die in den Hünengräbern gefunden wurden.

Wie konnten die Felsbrocken der Hünengräber an ihre Stelle kommen?

Früher dachten wir, dass Hünengräber von extrem starken Riesen, den sogenannten Huynen (Hünen) gebaut worden waren. Inzwischen wissen wir es besser. Die Hünengräber sind Grabstätten. Die Toten erhielten Begräbnisgaben wie Schmuck, Äxte, Speerspitzen und Tontöpfe mit Essen und Trinken. Es sind also Massengräber, in denen das Trichterbechervolk immer mehrere Todesopfer begrub.

Es bleibt eine große Leistung, die Steine ohne modernes Werkzeug zu bewegen. Wissenschaftler vermuten, dass die Findlinge mit der platten Seite mit Hilfe von Hebeln auf Holzrollen gelegt worden waren und mit Ochsen, Seilen und viel Menschenkraft zum Zielort geschleppt wurden. Die Stützsteine wurden senkrecht in Erdschlitze gestellt. Dann wurde ein Hügel darüber gebaut und der Deckstein obendrauf gesetzt. Es ist deutlich, dass das Trichterbechervolk großen Wert auf die sorgfältige und zeitbeständige Bestattung ihrer Toten legte.

Wo befindet sich das größte Hünengrab?

Das größte Hünengrab der Niederlande befindet sich in dem Ort Borger, nur 20 Minuten mit dem Fahrrad vom Villapark De Hondsrug entfernt. Es ist eines der wenigen Hünengräber, in dem Überreste von Menschen gefunden wurden. Dieses Hünengrab ist fast 23 Meter lang. In Borger befindet sich auch das Hünengräber Zentrum. Hier gehen Sie zurück in der Zeit, als sich die ersten Bauern in Drenthe niederließen und die Hünengräber gebaut wurden.

Die N34 ist die niederländische Provinzstraße, die von dem Ort Zuidlaren im Norden bis nach Emmen im Süden quer durch die Provinz Drenthe führt. Mit der Enthüllung eines besonderen Verkehrsschildes wurde die Landstraße N34 Anfang Juli offiziell in „Hunebed Highway“ umbenannt.

Die meisten Hünengräber
In der Provinz gibt es 53 Hünengräber, von denen 47 nahe der N34 stehen. Mit der Einführung des Namens ‘Hunebed Highway’ will die Provinz mehr Touristen in das Gebiet des niederländischen Hundsrückens locken.

Typisch Drents
Die N34 folgt mehr oder weniger der Route, die vor mehr als 5000 Jahren in der Zeit der Hunebed-Baumeister entstand. Der Name ist auch eine Anspielung auf berühmte Touristenrouten wie die französische Route Napoléon und die amerikanische Route 66.

Wissenswertes über Hunengräber
Während eines Urlaubs in einem der Ferienhäuser im Villapark De Hondsrug werden Sie zweifellos die berühmten Hünengräber von Drenthe besuchen.

Hünengräber sind Jahrtausende alte, geheimnisvolle Grabsteine mitten ​​in der Landschaft von Drenthe. Der schwerste Stein wiegt 44 Tonnen, genausoviel wie 10 erwachsene Elefanten. Was jetzt noch übrig ist von den Grabstellen ist eigentlich das Skelett eines Erdgrabhügels. Die Erde ist im Laufe der Zeit verschwunden so dass nur noch die Steine zu sehen sind.

Die ursprünglichen Grabhügel können erklären dann auch, wie die tonnenschweren Steine ​​von Menschenhand gestapelt wurden. Man vermutet, dass die tragenden Steine ​​im Boden vergraben wurden und der „Deckstein“ des Hünengrabes mithilfe von Baumstämmen darauf gerollt wurde. Bei einem Besuch im Hunebed-Zentrum können Sie viel mehr über diese besondere Attraktion in der Drenther Landschaft erfahren.

Auf dem Foto (von Erwin Beekman und von Google Streetview stammend) sieht man einen Teil des allergrößten Hünengrabes von Drenthe. Dieses ist 23 Meter lang und befindet sich im Hunebed-Zentrum in Borger.

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