Wandern entlang der Hünengräber

Drenthe, Nachrichten

An einem eisigen Nachmittag im Februar wird unsere 9-köpfige Gruppe von Marie zu einer Wanderung durch ein Stück einzigartige Geschichte der niederländischen Landschaft abgeholt. In der hypermodernen Experience-Wohnung in Exloo gibt Marie uns noch eine Einleitung über die Entstehung des Bodens, auf dem dieses Haus gebaut wurde. Marie ist Archäologin und je mehr sie erläutert, desto deutlicher wird, dass sie auf jede Frage eine begeisternde und fachkundige Antwort parat hat.

Marie erzählt über die verschiedenen Eiszeiten, die das Land geformt haben. Auch hören wir, wie die Bevölkerung schon tausende von Jahren das Land nach eigener Einsicht und Möglichkeiten eingerichtet hat. Das Stück Land, auf dem wir uns befinden, verfügt seit der Prähistorie über einen reichen Boden.

Wir ziehen alle schnell unsere Winterschuhe an, sodass wir mit der Wanderung über die feuchten Wege des Hundsrückens beginnen können.

Erst wandern wir vom Park aus ein Stück über den Fahrradweg, und dann biegen wir in einen Feldweg ein mit lauter Felsbrocken und verlassen die moderne Welt. Erst als wir uns auf der Hälfte dieses Weges umdrehen und zurückschauen, fällt uns der Höhenunterschied auf, der durch die beiden Eiszeiten entstanden ist. Wir biegen ab und laufen auf durchweichten Wegen in den Wald hinein. An einer kleinen Erhöhung im Wald stoppt Marie. Im ersten Moment scheint dort nichts besonders zu sein, doch als Marie uns über die zahlreichen verschwundenen Hünengräber erzählt, kommt unser Fragenfluss erst richtig in Gang. Erwartungsvoll machen wir uns weiter auf die Suche nach einem echten Hünengrab. Unterwegs entdeckt Marie auf einem nassen Baumstamm frischen Kot von einem Steinmarder und erzählt uns über umgekehrte Hünengräber und viel mehr Wissenswertes aus der Natur.

Letztendlich gelangen wir dann doch an ein großes restauriertes Hünengrab, verformt durch die Zeit aber vor allem leider auch von verändert durch Menschenhände. Mit Bewunderung für Mensch und Natur beginnt unsere letzte Etappe der Rundwanderung. Wir sehen auch auf diesem Stück, wie Jahrhunderte von Naturbewegungen das Aussehen der Natur geformt haben und wie wir Menschen probieren, dieses so gut wie möglich zu beschränken. Farbenreiche Formen im Wald wechseln sich ab mit weitem Ausblick über den Hundsrücken. Etwas müde, doch sicher sehr zufrieden kommen wir zurück in unsere eigene Welt, die uns warm entgegenströmt und wo wir unter dem Genuss einer heißen Tasse Tee oder Kaffee zusammen unsere Führung nacherleben.

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